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Brief aus Straßburg / Brüssel

Solidarität und Zusammenarbeit

22. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

 

nach wie vor hat die Eindämmung des Corona-Virus höchste Priorität. Und auch, wenn die Schutzmaßnahmen und Ausgehbeschränkungen der Regierung bereits erste Wirkung zeigen, dürfen wir nicht vorschnell handeln! Nach wie vor sind Vorsicht und Umsicht gefragt. Gerade im Hinblick auf das schöne Wetter fällt das Vielen, besonders Alleinstehenden, vermutlich wahnsinnig schwer. Aber wir müssen durch- und zusammenhalten!

Auch unsere Landwirte müssen gerade aus- und durchhalten. Daher haben wir am Mittwoch Möglichkeiten zur Unterstützung der Landwirte bei der Lebensmittelversorgung während der Corona-Pandemie mit Kommissar Wojciechowski erörtert. Im Mittelpunkt der Debatte standen die bisher von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen, darunter Darlehen oder Bürgschaften zu günstigen Konditionen zur Deckung von Betriebskosten von bis zu 200.000 Euro und die Neuzuweisung ungenutzter Agrarfonds zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Krise in ländlichen Gebieten. Die Kommission schlug außerdem vor, die Zahl der physischen Kontrollen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu verringern und ab Mitte Oktober die Vorschüsse auf Direktzahlungen und Zahlungen für die ländliche Entwicklung zu erhöhen. Auch der grenzüberschreitende Zugang zu allen notwendigen Produktionsfaktoren, einschließlich Futtermitteln und Pflanzenschutzmitteln, sowie die grenzüberschreitende Bewegung von Saisonarbeitern während der laufenden Erntesaison waren Thema der Diskussion.

Übrigens: Gerade in der Corona-Zeit kann der Glaube an Gott überaus Trost spenden. Hierfür gehen Kirchen gerade neue Wege, um ihre Gläubigen zu erreichen. Als Christin freue ich mich über die Online-Angebote meiner Heimatgemeinde, das wir vor allem dem außergewöhnlichen Engagement unseres evangelischen Pfarrers Thomas Hofmann sowie weiteren Ehrenamtlichen zu verdanken haben. Sein Hoffnungslied gefällt mir dabei besonders gut! Hören Sie doch mal rein: https://youtu.be/-dqRj3jy0vw 

Die Schwerpunkt-Themen bei der Plenarsitzung vom 16. bis 17. März 2020 waren:

  • Starke Zusammenarbeit und Solidarität zur Überwindung von COVID-19
  • COVID-19: Parlament will EU-Gesundheitssektor mit über 3 Milliarden Euro unterstützen
  • EU-Mittel flexibler nutzen, um die Folgen der Coronakrise für Bürger zu mildern
  • COVID-19: Nahrungsmittelhilfe und Unterstützung für Menschen in Not

Viel Spaß beim Lesen!