Über mich – Ein Portrait

 

Marlene Mortler wurde am 16. Oktober 1955 im fränkischen Lauf an der Pegnitz geboren. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof in Dehnberg auf. Der 1380 erstmals urkundlich erwähnte Hof ist seit 1780 in Familienbesitz. Heute leben drei Generationen unter dem Dach des traditionsreichen Betriebes und Marlene Mortler regelt – so weit dies möglich ist – auch von hier ihre politischen Aktivitäten.

 

Schon der Vater engagierte sich in der Politik

Marlene Mortler ist eine Kämpfernatur. Mit dreieinhalb Jahren erkrankten sie und ihr Zwillingsbruder an Kinderlähmung. Während Marlene die Krankheit überwand, behielt ihr Bruder eine Gehbehinderung bei. Marlene stand fortan wenn nötig ihrem Bruder zur Seite. Schon in jungen Jahren lernte die Fränkin so Verantwortung zu übernehmen und für ihre Ziele zu kämpfen. Das Thema Politik war auf dem Hof stets präsent. Vater Konrad Hengelein bestimmte als Dorfbürgermeister – von allen Sheriff genannt – und später als Ortssprecher von Dehnberg die Entwicklung der kleinen Gemeinde mit.

 

1975 heiratete Marlene Hengelein Siegfried Mortler – ein Kaufmann mit Wurzeln im ländlichen Raum. Mit 23 Jahren wurde Marlene Mortler erstmals Mutter. Auf Sohn Jörg (1978) folgte die Geburt von Tochter Dinah (1980) und Sohn Jochen (1983). 1983 übernahm Marlene Mortler mit ihrem Mann den landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern. Letztere waren zunächst im Hopfenbau und der Milchviehhaltung tätig. In den 60er Jahren wurde die Hopfenwirtschaft zu Gunsten der Milchwirtschaft aufgegeben. Wie schon die Eltern, erfanden sich auch Marlene und Siegfried Mortler immer wieder neu, um den Bestand des Traditionsbetriebs zu sichern. Getreu dem Motto „Nur wer wagt gewinnt“ suchten sie ihren unternehmerischen Erfolg in der Nische. Sie behielten die klassische Landwirtschaft bei, schufen aber ein zweites Standbein mit der Herstellung konventioneller Futter- und Nahrungsmittel, so genannter Getreideaufschlussprodukte. Inzwischen wurde das Unternehmen an die nächste Generation übergeben.

 

Ins Ehrenamt wagte sich Marlene Mortler Anfang der 80er Jahre: 1982 übernahm sie den Vorsitz der Landfrauen im Nürnberger Land, sie wurde Bezirks- und stellv. Landesbäuerin (1992-2012). 1989 trat die nunmehr dreifache Mutter unterstützt und motiviert durch ihren Ehemann in die CSU ein. Seit 1990 ist sie Kreisrätin im Nürnberger Land, wo sie sich von 1996 bis 2004 auch als erste stellvertretende Landrätin einen Namen machte. 2002 kandidierte Marlene Mortler erstmals erfolgreich für den Bundestag und errang das Direktmandat, das sie 2005, 2009, 2013 und 2018 verteidigte.