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„Wir brauchen praktikable Lösungen für die Zukunft“

16. März 2021

Lauf. Planungssicherheit, weniger Bürokratie und mehr Wertschätzung – um diese drei zentralen Anliegen dreht sich ein langer Diskussionsabend von oberfränkischen Landwirten und politischen Akteuren. Zum virtuellen Austausch eingeladen hatten Oberfrankens CSU-Landtagsabgeordnete insbesondere Junglandwirte aus der Region, dazu die beiden Europaabgeordneten Monika Hohlmeier und Marlene Mortler.

„Wir stehen zu unserer Bauernschaft, denn wir wollen auch in Zukunft regional produzierte Lebensmittel. Dafür brauchen wir gerade auch den Nachwuchs in der Landwirtschaft und deshalb suchen wir den direkten Austausch mit Ihnen“, macht Staatsministerin Melanie Huml aus Bamberg gleich zu Beginn klar - ein Gesprächsangebot, das intensiv genutzt wird.

Insektenschutz, Düngevorschriften und Tierwohlrichtlinien gehören zu den aktuell größten Herausforderungen. Außerdem steht eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU an. „Wir sehen gerade die Zukunft kleinerer Höfe in Gefahr“, klagt eine Junglandwirtin aus dem Landkreis Bayreuth und nennt als Beispiele umfangreich bürokratische Auflagen, Investitionsbedarf und die Vorgabe der EU-Agrarpolitik, wonach Flächen für einen Biotopverbund aus der Bewirtschaftung genommen werden sollen.  Denn gerade Bauern, die nur kleine Bewirtschaftungsflächen haben, können auf keinen Quadratmeter verzichten.“

„Auch Landwirte wollen mehr tun für Ökologie, Artenvielfalt und Gewässerschutz, es darf dabei jedoch nicht ihre Existenz gefährdet werden. Deswegen kümmern wir uns um einen fairen Ausgleich zwischen gesellschaftlichen Wünschen und der Realität auf den Bauernhöfen“, erklärt der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel aus Wunsiedel, Vorsitzender des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Seit das Gesetzespaket zum Insektenschutz 2019 von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegt worden ist, haben wir uns auf Bundesebene massiv eingebracht. Wir konnten unter anderem erreichen, dass es über unser für Bayern beschlossenes Artenschutzgesetz hinaus keine großflächigen Unterschutzstellungen geben wird. Auch unseren Ansatz der Freiwilligkeit können wir weiterverfolgen und beispielsweise den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln in FFH-Gebieten fördern anstatt dies pauschal zu verbieten. Insektenschutz und Biodiversität geht nur mit der Landwirtschaft und nicht gegen sie!“ Noch ist das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ nicht beschlossen, im Mai soll sich der Bundesrat damit befassen. „Wir werden hier sehr genau darauf achten, dass kein Automatismus in Gang kommt. Für uns gilt ganz klar der Vertrauensschutz im FFH-Gebiet“, so Schöffel.

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema des Abends: die Bürokratie. „Wir sind Landwirte aus Überzeugung und wir sind gern draußen, bei unseren Tieren oder auf den Feldern. Tatsächlich aber müssen wir immer länger zuhause am Schreibtisch sitzen“, beginnt ein Junglandwirt aus dem Landkreis Hof und erhält von allen Seiten Zustimmung. Besonders zeitaufwändig sei die Düngeverordnung mit ihrer komplexen Nährstoffbilanz, erklärt ein Junglandwirt aus dem Landkreis Coburg.

„Wir brauchen schlichtweg auch Planungssicherheit“, betont ein Junglandwirt aus dem Landkreis Wunsiedel. „Wenn ich einen Stall baue, dann läuft die Finanzierung über Jahrzehnte. Wie soll ich denn schon fünf oder zehn Jahre später neue Tierwohlstandards umsetzen, wenn mein Stall noch längst nicht abbezahlt ist?“ Ein anderer Junglandwirt ergänzt: „Ja, wann ist endlich Schluss mit den immer neuen Auflagen? Wann können wir einfach mal in Ruhe unseren Job machen?

„Auf europäischer Ebene sind wir gerade dabei, die Leitlinien unserer Gemeinsamen Agrarpolitik GAP weiter zu verhandeln. Sie soll am 1. Januar 2023 in Kraft treten“, antwortet die Europaabgeordnete Marlene Mortler aus Mittelfranken und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. „In der neuen GAP würde ich gerne ein Belastungsmoratorium festschreiben lassen, wie es kürzlich Martin Schöffel vorgeschlagen hat. Dieses Moratorium muss idealerweise für alle politischen Ebenen gelten. Unser Ziel als CSU-Abgeordnete sind praktikable Lösungen für die Zukunft, dafür brauchen wir allerdings immer auch politische Mehrheiten, aber zusammen mit Monika Hohlmeier und unseren weiteren Europakollegen werden wir uns genau dafür einsetzen“, so Mortler.

Ein weiteres derzeit heiß diskutiertes Thema spricht die oberfränkische Europaabgeordnete Monika Hohlmeier direkt an: das geplante Mercosur-Freihandelsabkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. „Für uns ist wichtig, dass wir einerseits unsere heimischen Landwirte schützen und ihnen andererseits neue Marktpotentiale eröffnen. Wir brauchen gute Handelsabkommen nicht nur im Automobilbereich, sondern ebenso in der Landwirtschaft. Unsere hohen Produktionsstandards dürfen nicht unterlaufen werden“, so Hohlmeier.

Günstigere Produktion im Ausland zu geringeren Standards sorgen schon jetzt für Frust unter oberfränkischen Landwirten, insbesondere in der Schweinezucht. „Allein aus Dänemark und den Niederlanden werden 11 Millionen Ferkeln nach Deutschland importiert“, berichtet ein Landwirt aus dem Landkreis Bamberg und fordert, das Ende der betäubungslosen Kastration müsse auch für Importe gelten.

„Der Preisdruck ist enorm. Mehr trifft mich jedoch, dass in den Schulen teilweise ein falsches Bild von unserer Arbeit vermittelt wird, mit der Folge, dass wir, auch meine Kinder, beschimpft werden“, berichtet eine weitere Junglandwirtin aus dem Landkreis Bayreuth.

„Hier sollen die neuen Lerninhalte zur Alltagskompetenz Positives bewirken. In die Lehrplanaufstellung haben wir uns intensiv eingebracht und zusammen mit dem Bayerischen Bauernverband viele Unterrichtsmaterialien nach München gegeben“, berichtet die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer aus Bayreuth. Sie hatte schon seit ihrem Einzug in den Landtag 2007 immer Vorstöße unternommen, um mehr Anwendungsbezug und Handlungsorientierung verbindlich in die Schulen zu bringen. Gelungen ist es schließlich mit dem sogenannten Versöhnungsgesetz begleitend zum Artenschutz-Volksbegehren.

Auch den Einsatz der Landtagsabgeordneten für die Waldbesitzer und den Waldschutz in Oberfranken lobten die Teilnehmer der Runde. Dazu Martin Schöffel: Unsere Forstkulturen leiden seit Jahren unter fehlenden Niederschlägen und Insektenbefall. Mit unseren Förderprogrammen zur insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung konnten wir in den Nadelwaldgebieten den Waldschutz gut unterstützen. Allein in den Frankenwald flossen aus diesem Förderprogramm 14 Millionen Euro. Über eine halbe Million Festmeter Käferholz konnte so aus den Wäldern geschafft oder insektizidfrei unschädlich gemacht werden, um die verbleibenden Bestände zu schützen. Vielen Dank an die Waldbesitzer für ihren Einsatz zum Erhalt des Waldes“, betont Schöffel. Die erforderlichen Wiederaufforstungen und Neuanpflanzungen für den Aufbau klimastabiler Wälder würden vom Freistaat Bayern in ganz Oberfranken ebenfalls mit erheblichen Fördermitteln bezuschusst.

Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirtschaft wünscht sich auch der Landtagsabgeordnete Holger Dremel aus dem Landkreis Bamberg: „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren mit viel Können, Herzblut und Schweiß nicht nur gesunde Lebensmittel, sondern pflegen unsere Kulturlandschaft und prägen durch ihr Engagement auch das Leben in unseren Dörfern. Wir kämpfen auf politischer Ebene um praxisgerechte Regelungen für die bäuerlichen Familienbetriebe. Wir brauchen aber auch die Unterstützung der Verbraucher. Jeder kann durch seine Kaufentscheidung regional und hochwertig produzierte Lebensmittel fördern.“

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„Ohne gemeinschaftliche, europäische Lösungen gibt es keine nachhaltigen Fortschritte und Verbesserungen“

06. Mai 2021

Brüssel. Jedes Jahr findet am 9. Mai der Europatag statt. Zu diesem Anlass mahnt die Europaabgeordnete für Mittelfranken Marlene Mortler an, die Herausforderungen der Zukunft europaweit einheitlich anzugehen. Nur so könne diesen gemeinsam und nachhaltig begegnet werden. Dies macht Mortler an der Verbesserung des Tierwohls deutlich.

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Europaabgeordnete Marlene Mortler übernimmt Schirmherrschaft für den Preis der Tiergesundheit 2021

05. Mai 2021

Marlene Mortler unterstützt als erste Schirmherrin den „Preis der Tiergesundheit“. Als Mitglied im Landwirtschaftsausschuss setzt sich die CSU-Politikerin schon seit Langem für das Thema Tierwohl in der Landwirtschaft ein. Der „Preis der Tiergesundheit“ von MSD Tiergesundheit prämiert innovative Konzepte zur Verbesserung der Tiergesundheit in der Landwirtschaft.

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Marlene Mortler steht nun im Goldenen Buch der Stadt Roth

05. Mai 2021

ROTH – Marlene Mortler, CSU-Abgeordnete für Mittelfranken im Europaparlament, hat sich kürzlich in das Goldene Buch der Stadt Roth eingetragen und tauschte sich mit Bürgermeister Ralph Edelhäußer über aktuelle Entwicklungen aus. ROTH – Marlene Mortler, CSU-Abgeordnete für Mittelfranken im Europaparlament, hat sich kürzlich in das Goldene Buch der Stadt Roth eingetragen und tauschte sich mit Bürgermeister Ralph Edelhäußer über aktuelle Entwicklungen aus.

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Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

30. April 2021

Vielfalt macht unserer Gesellschaft aus  - Anlässlich des diesjährigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai erklärt die EU-Abgeordnete Marlene Mortler: „Beim Thema Inklusion sind wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein gutes Stück vorangekommen. Trotzdem stoßen noch immer zu viele Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag auf Hürden wie soziale Ausgrenzung oder ganz handfeste Barrieren. Das muss sich ändern. Deshalb unterstütze ich den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und setze mich auch darüber hinaus für sie ein.

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Böden richtig schützen und nützen

27. April 2021

Mit der gestrigen Entschließung unterstreicht das Europäischen Parlament die Notwendigkeit innerhalb und außerhalb der Europäischen Union, die Böden zu schützen und nachhaltig zu nutzen.So können sie auch zukünftig ihre multifunktionalen Aufgaben erfüllen. Der Agrarsektor muss bei der politischen Entscheidungsfindung aktiv einbezogen werden.

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„Wir brauchen eine Änderung des Grundgesetzes und einen neuen Gesellschaftsvertrag für die Landwirtschaft“

22. April 2021

Anlässlich der Vorstellung des Zukunftskonzeptes „Eine neue Partnerschaft für Ernährung und Landwirtschaft“ des Deutschen Bauernverbandes erklärt Marlene Mortler, Agrar- und Ernährungspolitikerin der CSU im Europaparlament.

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Süß, knuffig, tierverachtend! Mortler macht sich gegen illegalen Welpenhandel stark

18. April 2021

Während der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Haustieren enorm gestiegen. Vor allem der illegale Welpenhandel profitiert davon. Marlene Mortler, Europaabgeordnete für Mittelfranken und Mitglied des Tiertransporteausschusses, wirbt mit einem Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder MdL und an Innenminister Joachim Herrmann MdL für einen gemeinsamen Kraftakt im Kampf gegen dieses Verbrechen.

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Bürgerinitiative: Ende der Käfighaltung in Europa - Mortler begrüßt Forderung nach mehr Tierwohl

16. April 2021

Gestern fand in einer gemeinsamen Sitzung des Agrarausschusses und des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments eine öffentliche Anhörung mit der Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age“ statt. 

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Ausgezeichnetes Einkaufen auf dem Online Wochenmarkt

13. April 2021

Hofladen-Box gewinnt den europäischen Rural Inspiration Award. Marlene Mortler und Christian Schmidt, MdB, gratulieren.

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Zwischen EU-Verordnungen und dem Kampf gegen die Pandemie - Das Neuhauser Unternehmen SEDA im Gespräch mit der Politik

12. April 2021

Wie steht es um unsere heimischen Unternehmen nach einem Jahr Corona? Eine Frage, die die beiden heimischen CSU-Abgeordneten Marlene Mortler MdEP und Norbert Dünkel MdL täglich umtreibt. Die Auswirkungen der Pandemie, besonders das Verschwinden ganzer Märkte, hat Verpackungsspezialist SEDA in Neuhaus zu spüren bekommen.